Fachausschuss Assistancemedizin

Die Assistancemedizin umfasst in Ergänzung zu einem medizinischen Studium und einer allgemeinen klinischen Ausbildung die Fähigkeit und Kenntnis, Kranke und Verletzte auf Reisen aus der Distanz, teilweise mittels Telekommunikation, individualmedizinisch zu betreuen, medizinische Versorgungsmöglichkeiten vor Ort im jeweiligen Reiseland zu prüfen, einen Abgleich mit medizinischem Standard im Heimatland durchzuführen und entsprechende, der jeweiligen Situation angemessene diagnostische, therapeutische und logistische Maßnahmen zu empfehlen oder einzuleiten.

Die Deutsche Fachgesellschaft für Reisemedizin hat einen Fachausschuss Assistancemedizin gegründet, um diesem neuen Querschnittsfach eine standespolitische Heimat zu geben.

Der Fachausschuss Assistancemedizin hat zur Zeit 6 Mitglieder, die alle im Bereich der Assistancemedizin beruflich tätig sind und Erfahrung haben. Er wird geleitet von Dr. Stefan Eßer.

Der Fachausschuss Assistancemedizin hat sich die folgenden Ziele gesetzt:

  • Die Assistancemedizin soll als qualifiziertes Arbeitsgebiet der Reisemedizin in Deutschland dargestellt und beschrieben werden. Dazu gehört u.a.
    • Erstellung einer Übersichtspublikation zur Assistancemedizin
    • Darstellung von juristischen Rahmenbedingungen, unter denen die Assistancemedizin arbeitet („Telefonberatung“, medizinische Arbeit in anderen Ländern ohne Zulassung dort, Datenschutz etc.).
    • Errichtung einer Plattform für den fachlichen Austausch
  • Erstellung einer umfassenden Definition von „Assistancemedizin“
  • Erarbeitung von Handlungsempfehlungen zur Vorgehensweise in der Assistencemedizin. Dazu gehört u.a.
    • Darstellung von Standardfällen
    • Darstellung der Vorgehensweise bei der Fallabklärung
    • Aufstellung von Basisalgorythmen in der Assistancemedizin
  • Erarbeitung eines Curriculums zur Fort- oder Weiterbildung in der Assistancemedizin. Dazu gehört u.a.
    • Ausarbeitung von Inhalten des Curriculums
    • Organisatzin von Symposien / Fortbildung
  • Darstellung des aktuellen Stands der verfügbaren nationalen und internationalen Literatur in der Assistancemedizin, ggf. können hieraus Empfehlungen für weitergehende Studien oder Publikationen erfolgen.